Chronik

Überblick

1908 im Gründungsjahr unseres Vereines hat alles angefangen. Die Aufnahme in den Deutschen und Rheinischen Schützenbund erfolgte bereits 1917. Und als Anerkennung für die geleisteten Verdienste um das Schützenwesen wurde uns vom damaligen Präsidenten des Rheinischen Schützenbundes, als erstem Verein im Rhein-Sieg-Kreis, 1952 die goldene Ehrennadel verliehen. Nachdem man im Siegburger Hof, Herrengarten und Zur Sonne mit der Errichtung verschiedener Schiessstände Erfahrungen gesammelt hatte, wurde 1977 alles anders.

Der Verein kaufte von der Stadt Siegburg das 11.000 qm grosse Gelände Am Grafenkreuz im Stadtteil Stallberg. Nach vielen Vorarbeiten wurde im Frühjahr 1982 mit dem Bau begonnen. Der Arbeitseifer der Mitglieder war kaum zu bremsen, der Rohbau war in wenigen Monaten fertiggestellt. Der Innenausbau gelang ebenfalls in kurzer Zeit. Geschaffen wurden fünf Schiessbahnen für Luftdruckwaffen und fünf Bahnen für das Kleinkaliberschiessen, ebenso ein gemütliches Clubheim. 1987 wurde zur grossen Freude der aktiven Sportschützen ein moderner Pistolenstand angegliedert.

1995 war fast ein verhängnisvolles Jahr. Bodenproben ergaben, dass das Erdreich und auch das Grundwasser durch Altlasten stark kontaminiert waren. Umfangreiche Sanierungsmassnahmen zur Gefahrenabwehr waren erforderlich. Alles was bis dahin erbaut war, wurde abgerissen. Nach schwierigen Verhandlungen – u.a. mit dem Rhein-Sieg-Kreis und dem Abfallentsorgungs- und Altlastensanierungsverband NRW (AVV) – konnte für alle Beteiligten das bestmögliche herausgeholt werden. Und nun ging’s erst richtig los. Jetzt hiess es ein grosses Gelände sinnvoll zu bebauen. Nachdem die Sanierung abgeschlossen war, begannen 1996 die Bauarbeiten für eine moderne Schiesssportanlage mit einem integrierten neuen Clubheim. Nun hiess es wieder alle Mitglieder ran.

1997 war der Rohbau fertig und Dank grosszügiger Geld- und Sachspenden sowie der zahlreichen selbstlosen Arbeitsstunden unserer Mitglieder, die Tag und Nacht im Einsatz waren, konnte im gleichen Jahr am 5. Oktober 1997 das Schiesssportzentrum eröffnet werden.

Wir – d. h. über 370 Mitglieder – verfügen nun über eine geschlossene Raumschiessanlage: Fünf Schiessbahnen mit 25 m Länge und einer Geschossenergie von 1.500 Joule = 44 mag sowie Duellanlage und zehn Bahnen mit 10 m Länge für Luftdruckwaffen, einen Vogelhochstand und ein grosses gemütliches Clubheim sowie fünf Schiessbahnen mit einer Länge von 50 m, auf denen Waffen mit einer Geschossenergie bis 7.000 Joule und auch Schwarzpulver geschossen werden können. Aus diesen fünf 50 m Bahnen wurden im Jahr 2000 fünf 100 m Bahnen mit gleicher Zulassung.

Nach den Regel des Rheinischen Schützenbund sowie des Bundes der historischen deutschen Schützenbruderschaften werden auf unserer Anlage Kreis-, Bezirks- und Landesmeisterschaften u.v.a. Meisterschaften durchgeführt.

In jedem Jahr findet ein grosses Wertpreisschiessen, mit grosser Beteiligung, statt. Viele Fremdvereine nutzen unsere Möglichkeiten für ihr Training. Einen speziellen Gästetag gibt es ebenfalls, aus dem immer wieder neue Mitglieder hervorkommen.

Weiterhin erwähnenswert sind unsere Bogensportler. Ihnen stehen innerhalb unseres Geländes ein grosses Freigelände (bis 90 m) zur Verfügung, auf der nach Herzenslust trainiert wird. Ausserdem steht den Bogenschützen ganzjährig ein mehrere Hektar grosses Feldbogengelände zur Verfügung. Hier sind die Ergebnisse nicht zu übersehen. Es sind neben Landes- und Deutschen Meistern auch Teilnehmer an Europa- und sogar an einer Weltmeisterschaft zu erwähnen.

Die nun optimalen Trainingsmöglichkeiten unserer Schützen zeigen Ergebnisse, die viele Teilnahmen in unterschiedlichen Disziplinen an Landes- und Deutschen Meisterschaften ermöglichen. Hervorzuheben sind hier u.a. die Einzel- und Mannschaftsschützen in der Disziplin Luftgewehr und Kleinkalibergewehr aufgelegt aber auch die Gruppen in den Disziplinen Zentralfeuer- und Sportpistole.

Unser Verein unterteilt sich in 6 Abteilungen: Die Bogen-, Damen-, Jagdsport-, Jugend-, Sportschützen- und Trachtenabteilung.

Im Ergebnis bleibt festzuhalten, dass ohne den selbstlosen Einsatz unserer Mitglieder sowie die hervorragende Vorstandsarbeit es sicherlich nicht gelungen wäre, eine solche Anlage auf die Beine zu stellen, zu betreiben und zu erhalten. Allen gebührt unser Dank.

Gründung

1908 Gründung des Siegburger SV

In der über 900 Jahre alten Kreisstadt Siegburg hatte das Schützenwesen seit eh und je eine Heimstatt. Eine Schützengilde ist schon im 14. Jahrhundert urkundlich nachzuweisen.

Aus Anlass der 90-Jahr-Feier der Vereinsgründung erschien es angebracht, die Vergangenheit des Schiesssports einmal Revue passieren zu lassen und auch gleichzeitig ein wenig in die Zukunft zu schauen.

Fast 100 Jahre Vereinsgeschichte ist zwar im Vergleich zum Alter unserer Vaterstadt nur ein kurzer Zeitraum, doch liegen in diesem zwei schreckliche Weltkriege mit allen bösen Folgen.

Vor beinah 100 Jahren, im Januar 1908, beschlossen im Hotel Herrengarten an der Mühlenstrasse, dem Standort des heutigen Finanzamtes, eine Anzahl Siegburger Bürger, u.a. die Herren Johann Brambach, Peter Buchholz, Heinrich Buchholz, Eduard Höffken, Johann Engels, Julius Christen und Martin Knippling einen Schützenverein für alle Siegburger Bürger ins Leben zu rufen.

Bevor man zur Wahl des Vorstandes schritt, beschlossen die Anwesenden, für den Verein durch Annoncen in der Sieg-Zeitung, im Sieg-Boten und im Kreisblatt zu werben. Schon wenige Monate später hatte sich eine stattliche Anzahl Siegburger Bürger um die Mitgliedschaft in der neu gegründeten Gesellschaft beworben.

Im September 1908 fand die konstituierende Sitzung im Herrengarten statt, wo man den neuen Verein unter dem Namen Allgemeine Schützengesellschaft 08 Siegburg gründete.

In der Generalversammlung am 28. Februar 1909 wurden die vom Vorstand ausgearbeiteten Vereinsstatuten gebilligt und die Gesellschaft in das Vereinsregister des Amtsgerichts Siegburg rechtsverbindlich eingetragen.

Mit der Gründung regte sich der Gedanke, einen eigenen grossen Schiessstand zu errichten. Im ersten Vereinslokal, dem Siegburger Hof an der Bahnhofstrasse, wurden provisorische Schiessstände eingerichtet und im Oktober 1911 im zweiten Vereinslokal Herrengarten ein besserer Schiessstand gebaut.

Den regen Bemühungen des Vorstandes war es zu verdanken, dass im Februar 1909 bereits eine Schiessstandskommission gebildet wurde, die unter den damaligen bescheidenen Verhältnissen Ausserordentliches leistete.

Eine Reihe von Mitgliedern stifteten spontan Geldbeträge für die Errichtung einer grossen Scheibenschiessanlage. Bereits im Jahre 1912 wurde mit Frau Wwe. Virnich aus Bonn ein Mietvertrag über das Gelände in der Nähe des Uhlrather Hofes mit Vorkaufsrecht für die Laufzeit von 10 Jahren abgeschlossen.

Die Baupläne der Firma Bornhagen . Schenck wurden von der Baupolizei der Stadt Siegburg im März 1913 genehmigt. Im April 1913 begann die Firma Stöcker . Reuscher mit den Bauarbeiten, und kurz vor Beginn des ersten Schützenfestes im Juli 1913 konnte der Schiessstand fertiggestellt werden.

Auf ihm wurde der erste Schützenkönig, Albert Spiller, ermittelt. Der Scheibenstand erfreute sich bald grosser Beliebtheit bei der Siegburger Bevölkerung und vieler Vereine. Die Mitglieder des Vereins veranstalteten in regelmässigen Abständen, meist an Sonn- und Feiertagen, sportliches Übungsschiessen, wobei sich beträchtliche Erfolge im Wettkampf mit anderen Schützengesellschaften einstellten.

Durch den Beginn des ersten Weltkrieges am 1. August 1914 wurde die Vereinstätigkeit stark eingeschränkt. Noch wenige Tage vor Kriegsausbruch hatte man, wie das nebenstehende Zeitungsinserat belegt, im Restaurant Zum alten Driesch aus Anlass des Schützenfestes einen Tanz-Ball abgehalten.

Die noch nicht zum Dienst mit der Waffe einberufenen Mitglieder waren weiter tätig. So veranstalteten sie mit den vorhandenen begrenzten Mitteln im Jahre 1916 erfolgreiche Preisschiessen, deren Erlöse dem Roten Kreuz für die im Felde stehenden Soldaten überwiesen wurden. Trotz der Kriegswirren und der Hungersnot bauten die Mitglieder den Schiessstand im Frühjahr 1918 auf 150m Länge aus, mit der Hoffnung auf eine glückliche Zukunft.

Bis 1945

Die Zeit nach dem 1. Weltkrieg

Nach Beendigung des 1. Weltkrieges beschlagnahmte die damalige französische Besatzungsmacht am 7. Dezember 1918 den vorbildlich errichteten Scheibenstand, um dort mit ihren Truppen Übungsschiessen abzuhalten. Im September 1919 wurde das Gelände des Scheibenstandes von der Besatzungsbehörde wieder freigegeben, jedoch vorher die gesamte Anlage durch Sprengung vollständig zerstört. Alle bis dahin aufgewandten Mühen und Kosten waren vertan und der Verein stand wieder vor dem Nichts. Die Besatzungsbehörde gewährte im Dezember 1919 eine Geldentschädigung, womit man die gröbsten Schäden hätte beseitigen können, sie verbot aber auf der anderen Seite die Instandsetzung der Anlage.

Doch die Mitglieder verzagten nicht und behielten die Hoffnung, den Scheibenstand bald wieder benutzen zu können. Nur so ist es erklärlich, dass die Gesellschaft mit der Grundstückseigentümerin am 19. März 1920 eine Verlängerung des Mietvertrages um weitere 15 jähre bis zum 15. März 1935 vereinbarte. Um das offizielle Schiessverbot zu überbrücken wurde auf dem Schiessplatz zunächst nur mit kleineren Waffenkalibern geschossen und der jeweilige Jahreskönig ermittelt. Schliesslich wurde der Verein durch Geldsammlungen in die Lage versetzt, den Scheibenstand behelfsmässig herzurichten. Infolge der wirtschaftlichen Notlage war es jedoch nicht möglich, den Scheibenstand nach den baupolizeilichen Vorschriften ordnungsgemäss instand zu setzen, so dass man sich schweren Herzens im April 1927 entschliessen musste, die Scheibenanlage an die Stadt Siegburg zu verkaufen, die auch in den bestehenden Mietvertrag mit Frau Virnich eintrat. Mit diesem Verkauf wurde das beliebte Übungsschiessen auf dem 150-m-Scheibenstand beendet.

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Trotz schwerer Zeiten wurde am gesellschaftlichen Leben der Stadt Siegburg reger Anteil genommen. Schon wenige Jahre nach der Gründung wurde das erste Stiftungsfest am 2. Februar 1910 im Siegburger Hof gefeiert, dem vorher ein grosses Preisschiessen im Herrengarten vorausgegangen war. Beim ersten Schützenfest am 27. und 28. Juli 1913 veranstaltete die Schützengesellschaft einen prächtigen Festzug, an dem auswärtige Vereine aus Wahn, Eil, Oberkassel, Stieldorf, Bonn-Endenich, Duisdorf, Honnef, Rhöndorf, Poll, Schwarz-Rheindorf und Königswinter teilnahmen. Der Festzug zog unter Leitung des ersten Kommandeurs Paul Höffken quer durch die Stadt Siegburg vom Vereinslokal Herrengarten zum Schiessstand Uhlrather Hof, wo kurz vor Beginn des Schützenfestes der Festsaal fertiggestellt werden konnte.

Neue Verbindungen mit Nachbarvereinen, Bonner Jäger &. Schützen, St. Hubertus Buchholz, Troisdorfer Schützengesellschaft wurden geschlossen und gemeinsame schiesssportliche Wettkämpfe gepflegt. Besonders auf das sportliche Schiessen legten die Vereinsmitglieder grossen Wert. Beim Bundesschiessen des Rheinischen Schützenbundes in Bonn errang das Mitglied Krebs den Hindenburgorden, den Orden der Stadt Bonn und als Ehrenpreis eine silberne Medaille. Heinrich Buchholz errang 1928 in seinem Königsjahr beim Deutzer Schützenfest die goldene Pressemedaille. Andere Mitglieder errangen bei den sportlichen Schiesswettkämpfen wertvolle Ehrenpreise und Medaillen, so im Jahre 1932 das Mitglied Gerwing den l. Ehrenpreis in Niederpleis, Engländer auf dem Stand der Bonner Erzbruderschaft den l. Ehrenpreis und Julius Fischer den l. Serienpreis; viele solcher Erfolge liessen sich noch anführen.

Erwähnt werden muss, dass die Gesellschaft das jeweilige Königsschiessen in einen grossen festlichen Rahmen stellte. Die Siegburger Bevölkerung nahm hieran stets regen Anteil. Es wurden prunkvolle Festzüge durch unsere Vaterstadt Siegburg veranstaltet und glanzvolle Festbälle, die sich allgemeiner Beliebtheit erfreuten, abgehalten. Festsäle waren die des Uhlrather Hofes, des Herrengartens, des Jägerhofes und des Siegburger Hofes. Die Gesellschaft hat sich stets bemüht, ihren Vereinspflichten gewissenhaft nachzukommen.

Nach 1945

Die Zeit nach dem 2. Weltkrieg

Nach Beendigung des zweiten Weltkrieges wurde die Ausübung des Schiesssports von den Alliierten zunächst untersagt. Lediglich ein Traditionsschiessen mit Druckluftwaffen wurde nach einer Lockerung der Bestimmungen den Mitgliedern des Zentralverbandes der historischen Bruderschaften zugestanden.

Der Kreis der Mitglieder aus der Vorkriegszeit, der untereinander weiterhin Kontakt gepflegt hatte, sah auf dieser Basis aber zunächst keine Voraussetzungen für eine Wiederbelebung des Schiesssports. Erst 1950, fünf Jahre nach Kriegsende, wurde auf Anregung des erstmalig im Jahre 1926 gewählten langjährigen Kommandeurs Karl Lang eine Versammlung ins Vereinslokal Jägerhof einberufen. Die früheren getreuen Vereinsmitglieder Johann Brambach, Karl Lang, Josef Lang, Wilhelm Reuscher, Bertram Brenner, Theodor Gross, Johann Kauth, Wilhelm Schmidt, Karl Wirges, Peter Schürges, Martin Ortsiefer, Jakob Berger und Albert Knippling hielten jetzt den Zeitpunkt für gekommen, das aktive Vereinsgeschehen wieder aufleben zu lassen.

Bei der Mitgliederversammlung am l. Oktober 1950 wurde der erste Nachkriegsvorstand gewählt, der sich wie folgt zusammensetzte:

  • Karl Wirges, 1. Vorsitzender
  • Albert Knippling, 2. Vorsitzender
  • Johann Brambach, Schatzmeister
  • Theodor Gross, 1. Kassierer
  • Johann Kauth, 1. Schriftführer

Erfreulich war die Feststellung, dass die beiden Vereinsfahnen aus den Jahren 1908 und 1928, die während des Krieges eingemauert waren, ihr Zwangsquartier überstanden hatten.

Leider war das wertvolle Schiessgerät einschliesslich der Vogelbüchsen nach dem Kriege verlorengegangen. Vor allem bedauert wurde der Verlust der unersetzlichen Königskette. In diese war unter anderem eine goldene Jubiläumsmünze der Freien Stadt Frankfurt aus dem jähre 1340 eingearbeitet. Trotz der Wirren der Kriegs- und Nachkriegszeit ist es verständlich, dass das Abhandenkommen auch heute noch schmerzt.

Nach einem Provisorium konnte dank der Opferfreudigkeit der Mitglieder im Mai 1965 eine neue, moderne Königskette angefertigt werden, die anlässlich des Festhochamtes für unser Schützenfest am 27. Juli 1965 in der altehrwürdigen St. Servatius Kirche feierlich geweiht wurde. Die Schliesse zeigt das Siegburger Stadtwappen und die grosse Hänge ein zeitnahes Hubertusemblem.

Die alten Kontakte zu den befreundeten Gesellschaften wurden wieder aufgenommen und belebt. Schon am 8. Juli 1951, also in verhältnismässig kurzer Zeit nach dem Wiederaufleben der Aktivitäten, wurde das erste glanzvolle Schützenfest im Saal des “Jägerhofes”, der wie alle weiteren Festsäle in Siegburg später verloren ging, gefeiert. Von den befreundeten Schützenvereinen beteiligten sich St. Sebastianus, St. Anno, St Servatius, Siegburg Zange 28, St. Georg Buisdorf, St. Antonius Niederpleis sowie die Junggesellenvereine Männerreih Aulgasse und Brückberg.

Ebenso wurde jetzt wieder das sonntägliche sportliche Übungsschiessen auf den Schiessständen im Jägerhof gepflegt und damit begonnen, Versäumnisse aus der Nachkriegszeit aufzuholen.

Infolge der Kriegsereignisse feierte die Gesellschaft ihr 40-jähriges Bestehen statt im Jahre 1948 erst am 4. November 1951 und eröffnete damit gleichzeitig das traditionelle Hubertusfest, das seit 1927 alljährlich ausgerichtet wird. Als Vertreter des Rheinischen Schützenbundes, der unter Mitwirkung des 1. Vorsitzenden Karl Wirges und des 1. Schriftführers Albert Knippling 1951 in Bonn auch neu wieder aufgelebt war, konnte man Herrn Toni Fellbusch, den Präsidenten dieser Dachorganisation, begrüssen. Erfreulich auch, dass dem Verein zum Schützenfest 1952 als Dank und Anerkennung für die geleisteten Verdienste im Schützenwesen zum Schützenfest 1952 die goldene Ehrennadel als erstem Verein im Rhein-Sieg-Kreis vom Präsidenten des Rheinischen Schützenbundes überreicht wurde.

Bei den Kreismeisterschaften am 27. Juli 1952 in Bonn, Veranstalter war der Rheinische Schützenbund, errang im Mannschaftskampf “Hubertus 08” den l. Preis und wurde Kreismeister in der Seniorenklasse. Im Einzelwettbewerb errangen die Mitglieder Huy den l. Preis in de. Schützenklasse und Wirges den l. Preis in der Altersklasse und bewiesen damit, dass der Verein auch schiesssportlich wieder Anschluss gefunden hatte.

Im November 1957 wurde der bis dahin amtierende Kommandeur Hermann Eichacker zum 1. Vorsitzenden gewählt. Unter seiner Anregung hielten die Mitglieder den Zeitpunkt für gekommen, dem Zentralverband der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften beizutreten.

Nach Beschlussfassung erfolgte die Aufnahme zum 1. Januar 1958. Damit war der Grundstein gelegt, die Gemeinschaft aller Schützen unserer Vaterstadt besser zu unterstützen.

Der Erzbischöfliche Rat, Ehrendomherr, Kreisdechant Dr. Becker, übernahm von diesem Tage an die geistliche Betreuung. Im gleichen Jahr feierte der Verein sein Goldjubiläum.

Während des glanzvollen Festaktes im Hotel Stern bedankte sich Präses Dr. Becker für die in einem halben Jahrhundert bewiesene Treue zu den Zielen und Idealen echt deutschen Schützenwesens, nachdem vorher mit einem Festhochamt in der Servatiuskirche das Jubelfest eröffnet worden war. Unter den Ehrengästen zum Festakt begrüsste der 1. Vorsitzende Eichacker auch Bundesmeister Generalkonsul Karl Heinz Herden, Ehren-Bundesmeister Jean Matzerath, Bürgermeister Breuer sowie die Brudervereine aus Siegburg und der Umgebung, den Kyffhäuserbund und Abordnungen anderer Vereine unserer Stadt.

Ehrend gedachte die Festversammlung der toten Schützenbrüder, namentlich des Hochmeisters der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften, Fürst zu Salm Reifferscheidt Dyck und des Siegburger Bürgermeisters Dr. Schmandt.

Nachmittags folgte dann der Festzug durch die Stadt. Am Montagabend endete das prachtvolle Fest mit dem Krönungsball in der Schützenburg.

Im Jahre 1963 wurde ein junger Vorstand an die Vereinsspitze berufen, der mit grossem Elan und Begeisterung seine Aufgabe anging. Die Vereinsgeschicke wurden aktiviert, neue Prioritäten gesetzt, bisherige Unzulänglichkeiten modernisiert, der Verein in eine neue Phase des Auflebens gerührt.

Der neue Vorstand setzte sich wie folgt zusammen:
Der geschäftsführende Vorstand:

  • Günter Damm, 1. Vorsitzender und Brudermeister (32)
  • Wilfried Forshach, 1. Geschäftsführer und Schatzmeister (32)
  • Helmut Mohr, Kommandeur (31)

Der erweiterte Vorstand:

  • Jean Mülln, 2. Brudermeister (68)
  • Josef Bröhl, 2. Geschäftsführer (41)
  • Hans Damm, Schriftführer (32)
  • Lothar Herrmann, Jungschützenführer (29)
  • Theo Orth, Jungschützenführer (24)
  • Erich Schmidt, Oberschiessmeister (28)
  • Arthur Ley, Schiessmeister (26)
  • Erich Blasius, Schiessmeister (38)

Ständige Mitglieder des Vorstandes:

  • der geistliche Beirat, Präses Kreisdechant Dr. Becker
  • der Ehrenbrudermeister Albert Knippling
  • der Ehrenkommandeur Hermann Eichacker
  • der Kompanieoffizier Julius Fischer
  • der Ältestenbeirat Heinrich Buchholz
  • der Beirat Josef Knüpper
  • der jeweilig amtierende König

Unter der neuen Leitung wurden die Anregungen des Zentralverbandes in Bezug auf die Uniformierung aufgenommen. Heute trägt jeder aktive Schütze eine Schützentracht, die vom militärischen abgewichen ist. Von diesem Zeitpunkt an konnte die Bruderschaft immer neue, vor allem jüngere Mitglieder aufnehmen.

Durch den Aufschwung und das stetige Anwachsen der Mitgliederzahl waren die traditionellen Feste, wie Patronatsfeier, Picknick der Könige, Schützenfeste und die entsprechenden Schiesswettkämpfe im Vereinslokal Jägerhof nicht mehr durchzurühren.

Die Mitglieder beschlossen deshalb im Jahre 1965 die für den Verein geschichtliche Stätte Jägerhof, die 42 jähre lang ihr Schützendomizil war, zu verlassen und in der Gaststätte Zur Sonne neue Schiessstände und eine Heimstatt für die Schützen einzurichten.

1964, ein besonderes Jahr. Im Rahmen der Ausrichtung des XII. Bundesschützenfestes des Zentralverbandes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften anlässlich der 900-jahr-Feier der Stadt Siegburg übernahm der Verein u.a. die Ausschmückung der Stadt. Ein Hauptereignis anlässlich der Eröffnung der Feierlichkeiten war die Übergabe der Bundesstandarte an die Ratsherren, die den Hubertus-Schützen den ehrenvollen Auftrag erteilten, dieses Wahrzeichen des Schützengeistes für ein Jahr in treue Hände zu übernehmen.

Während des grossen Festzuges am Sonntag, dem 20. September 1964 führte der Verein die ca. 5000 Uniformierten mit der Bundesstandarte an. Ebenso kam der Verein im Verlaufe des Jahres 1964 allen übernommenen Verpflichtungen voll und ganz nach. Mit grossen Autokarawanen besuchten wir u.a. den Bundesköniginnentag in Menden/Sauerland, um die Standarte dort zu zeigen.

Übernahme der Bundesstandarte (1964) vor dem Siegburger Heimatmuseum

Im darauffolgenden Jahr übergaben wir am 25. September 1965 die Standarte an die Stadt Trier. Mit einer grossen Schützenkompanie marschierten wir unter den Klängen des uns befreundeten Tambourcorps in Treue Fest durch die Porta Nigra. Unsere aktiven Trachtenträger waren vollzählig vertreten. Es war ein imposantes, unvergessliches Bild, als am Simeonsbrunnen in Trier unser Bundesmeister, Generalkonsul Karl Heinz Herden, dem damaligen Hochmeister Graf Gahlen die angetretenen Schützen meldete.

Bei der Beisetzung des hochverehrten Altbundeskanzler, Herrn Dr. Konrad Adenauer, am 25 April 1967 in Rhöndorf, der in seinem Leben immer ein Freund und Förderer des Schützenwesens war, erhielten wir vom Präsidium in Köln den ehrenvollen Auftrag, den Zentralverband durch Tragen der Bundesstandarte würdig zu vertreten. Auch dieser Ehrenpflicht sind wir gerne gefolgt.

Die Bundesstandartenträger: Hans Damm, Helmut Mohr, Wilfried Forsbach

Glaube – Sitte – Heimat. Dieser Wahlspruch hat schon immer alle Schützenbrüder begeistert. Es ist nur selbstverständlich, dass gerade in der heutigen Zeit die Verpflichtung besteht, eine echte Beziehung zu den Idealen unserer Väter aufrechtzuerhalten. Im internen Bereich wurde das Vereinsgeschehen mobilisiert und vor allem viel für die Jugend getan. Die Jungschützenabteilung war mittlerweile wieder so stark angewachsen, dass ab 1965 das Prinzenschiessen erneut aufgenommen werden konnte. Der erste Prinz nach dem zweiten Weltkrieg wurde Gerd Schmidt.

Hubertus-Schützen im Jahre des 60-jährigen Bestehens

Die Schützen Jugend erhielt neue und geeignete Sportgewehre und konnte somit wettkampfgerecht trainieren. Diese Verbesserungen sollten sich bald positiv auswirken, denn die Jungschützen erzielten bei einer Beteiligung von acht Mannschaften im Kampf um den Fritz-Becker-Wanderpokal den 2. Platz.

Mitglieder und Förderer von Hubertus 08 sind sich 1970 einig, dass die während des Weltkrieges eingemauerten Vereinsfahnen ersetzt werden müssen. Durch die Initiative des Königs Hans Damm kann im gleichen Jahr erstmalig eine Standarte angeschafft und eingeweiht werden.

Die neue Standarte

Das neue Königinnen-Diadem, von einem Kölner Künstler entworfen und gefertigt, wurde von unserer Königin Ursula Damm erstmalig präsentiert.

Nach langjähriger Amtsführung trat Präses, Kreisdechant und Ehrendomherr Dr. Becker 1972 in den wohlverdienten Ruhestand. Zur grossen Freude der Vereinsmitglieder konnte in der Herbstversammlung des gleichen Jahres Pfarrer Johannes Schwickerath von St.-Anno zum neuen Präses und geistigen Beirat gewonnen und vorgestellt werden. Damit schloss sich der Verein enger an die Pfarre St. Anno an. Am l. Dezember 1973 nahm unsere aktive Kompanie geschlossen an den Feierlichkeiten anlässlich der Einweihung des Neubaus der St. Anno-Kirche teil und übernahm vor und in der Kirche den Ordnungsdienst, ein traditioneller Ehrendienst. Der Verein stiftete zwei Altarleuchter und konnte darüber hinaus einen ansehnlichen Geldbetrag für karitative Zwecke spenden.

1975 wurde erstmals in der Geschichte des Vereins eine Damenabteilung gegründet, deren Mitglieder inzwischen mit voller Gleichberechtigung in den Verein integriert sind.

Der aus der Damenabteilung resultierende Mitgliederzuwachs verstärkte nicht zuletzt auch den Wunsch, doch wieder eine eigene Schiesssportanlage in Verbindung mit einem Schützenheim zu errichten. Seit dem Verlust des grossen Schiessstandes am Uhlrather Hof war dieses Vorhaben bei den Mitgliedern immer lebendig geblieben und von Generation zu Generation weitergetragen worden.

Die Damenabteilung

Vor 1995

Der 1. Schießstand

Unter Federführung des damaligen Vorsitzenden des Sportausschusses der Stadt Siegburg und Mitglied unserer Gesellschaft, Herrn Josef Delling, unterstützt unter anderem von Herrn Hans Gilgen, ebenfalls unser langjähriges Mitglied, wurden die ersten Pläne entwickelt und Verhandlungen mit der Stadt Siegburg eingeleitet. Die Bemühungen, die finanziellen Voraussetzungen für einen realisierbaren Schiessstandneubau zu schaffen, wurden nach besten Kräften verstärkt. (Foto: Die Trachtenträger mit König Klaus I. Ruttkowski 1973/1974)

Verlosungen, Weinstand bei den Stadtfesten, Preisschiessen, Weihnachtsbasar der Frauen, unsere Schiffsglocke mit Geldspendenkassette u.v.a.m. verhalfen schliesslich dazu, dass von der Stadt Siegburg 1977 ein geeignetes Gelände von 11.000 qm Grösse Am Grafenkreuz, Ortsteil Stallberg, gekauft werden konnte.

Architekt Uwe Berkemeyer übernahm zunächst die Projektierung. Die von ihm entworfenen Pläne im Stile eines Schiesssport-Leistungszentrums fanden grossen Anklang. Franz Josef Schlösser modellierte im verkleinerten Massstab einen Entwurf der Anlage, der dem Stadtrat und dem Sportausschuss vorgestellt wurde und Begeisterung auslöste, jedoch nach Kalkulation aller denkbaren Möglichkeiten stellte sich heraus, dass eine Finanzierung nicht machbar war. Auch die Stadtväter konnten nicht helfen, denn die Stadt befand sich zu dieser Zeit im Ausgleichsstock und konnte somit keine einzige Mark beisteuern. So musste schliesslich auf den Weg der kleinen Schritte umgeschaltet werden, in Form der Planung von einzelnen Bauabschnitten.

Ab 1981 wurden die Schützenfeste, verbunden mit einer Klein-Kirmes, volksnah in einem Festzelt Am Grafenkreuz veranstaltet. Es bewährte sich jetzt, dass der Vorstand in der Vergangenheit immer wieder darum bemüht gewesen war, ansprechende Veranstaltungen aufzuziehen. Nun konnten die Festbesucher auf dem Festplatzgelände zünftige Feste miterleben. Denn hierin hatten die Schützen mittlerweile reichliche Erfahrungen gesammelt und sich, neben den zahlreichen Festanlässen, auch durch die Organisation von Veranstaltungen anderer Art, wie Schiffstouren, Ausflüge, Besuch der Bundes-Schützenfeste, Karnevalsfeten usw., jahrelang erprobt. Überhaupt führte der expansive Einsatz des Gesamtvorstandes den Verein in eine hektische und betriebsame Zeit.

Präses Heribert Rupprecht. Prinz Norbert Severin, Schützenschwester Ingeborg Ruttkowski 1986 beim ersten Schützenfest im Zelt

Ein Bauausschuss unter Vorsitz unseres Schützenbruders Wilfried Forsbach konstituierte sich, und ein Förderkreis unter Vorsitz unseres Schützenbruders Erwin Bergold wurde ins Leben gerufen.

Wie zu den Gründerzeiten waren die Mitglieder auch jetzt wieder spontan bereit, grössere Geldbeträge für den Neubau eines repräsentativen Schiessstandes zu stiften.

Nach Erwerb des Grundstücks kam es 1978 zur Gründung einer Bogen-Schiessabteilung unter Leitung des leider verstorbenen Schützenbruders Antonius Schega. Um den Bogenschützen eine Übungsmöglichkeit in der Sommerzeit zu bieten, wurden für diese gleich eine Schiesswiese in das Bauvorhaben mit eingeplant.

Das neue Vereinsgelände bot den Schützen Anlass und Gelegenheit, etwas zu dem aktuellen Thema Umweltschutz und Ökologie beizutragen. Kurzerhand wurden u.a. 500 Jungfichten angepflanzt und 8.000 qm begrünt.

Wohl hatten alle am Bau Beteiligten eine gewisse Vorstellung von den auf den Verein zukommenden Problemen. Keiner wusste jedoch, wie diese gemeistert werden sollten. Doch unter dem Motto: “Nichts geschieht auf der Welt, ausser man tut es”, ging zunächst der Bauausschuss die grosse Aufgabe an, die sich später zu einer wahren Gemeinschaftsarbeit entwickelte. Schon das Auffüllen des Geländes und das Vorbereiten zum Schiessplatz durch grosse Erdwälle kosteten unheimlich Nerven, Kraft und Übersicht. Diese Arbeiten, aber auch die Versorgungsanschlüsse, Strassenanlieger- und Kanalkosten usw. verschlangen viel Geld. In vielen hundert Arbeitsstunden und unter grossen persönlichen Opfern engagierten sich die Mitglieder.

Für die Neueinzäunung mussten u.a. 120 Zementpfähle gesetzt und 1.200 qm Maschendraht gezogen werden. Bei den Erd- und Planierarbeiten erwarb sich unser Schützenbruder Heinz Roth durch seine grosse Erfahrung und sein Speditionsunternehmen echte Verdienste und unterstützte den Verein wirklich grosszügig.

Mit dem eigentlichen Bauvorhaben unter Leitung von Schützenbruder Peter Niethen wurde dann im Frühjahr 1982 begonnen. Der Arbeitseifer der Schützen war kaum zu bremsen. Durch das umsichtige Disponieren des Bauleiters konnte der Rohbau in wenigen Monaten erstellt werden. In kurzer Zeit wurden auch die Innenarbeiten ausgeführt und das alles ohne Inanspruchnahme irgendwelcher öffentlicher Mittel. Bald war auch eine moderne Schiessanlage mit Schiessbahnen für Luftdruckwaffen geschaffen und fünf Bahnen für Kleinkaliberschiessen montiert. Angegliedert und einbezogen in die Schiessstandeinrichtungen wurde ein gemütliches Klubheim, dessen Gestaltung ebenfalls vortrefflich gelang.

Ganz bewusst achtete man bei der dekorativen Ausschmückung darauf, dass der Charakter eines Schützen-Klubhauses und eines Schiessstandes gewahrt blieb.

Innenansicht des 1. Clubhauses

Voll Vertrauen auf das überlieferte Gedankengut in den guten Geist des Schutzpatrons, des hl. Hubertus, sollen auch die weiteren Arbeiten, so haben sich die Schützen vorgenommen, bald angegangen werden. Mit der Fertigstellung des Klubhauses schloss sich der Verein enger an die Pfarre St. Maria Empfängnis an.

Pfarrer Pastor Heribert Rupprecht konnte als neuer geistlicher Präses gewonnen werden, was den Vorstand und die Mitglieder mit grosser Genugtuung erfüllte. In dieser Zeit verstand er es, die Schützen im Sinne des Schützengeistes immer wieder zu mobilisieren.

Die Jugend liegt dem Verein ganz besonders am Herzen. Mit dem neuen Schiessstand sollen gerade dem Nachwuchs bessere schiesssportliche Bedingungen geboten werden.

Unser Schülerprinz 1986, Heiko Ennenbach, wurde Bezirks-Schüler-Prinz und qualifizierte sich für das Bundes-Schiessen in Kleve. Beim Diözesan-Schiessen belegte er einen beachtlichen 3. Platz. Ehrgeiz und sein Talent berechtigen zu besten Erwartungen für die Zukunft.

Auch auf anderen Sektoren entwickelte sich das Vereinsleben weiter. So wurde Ende 1986 auf Initiative der früheren Vereinskönige Peter Niethen, Klaus Ruttkowski und Wilfried Forsbach eine Jagdsportabteilung gegründet, die das jagdliche Schiessen aufnahm und jagdliches Brauchtum pflegt.

Im Jahre 1987 wurde dann, insbesondere zur grossen Freude der aktiven Sportschützen, die sich zum gleichen Zeitpunkt zu einer eigenständigen Abteilung formierten, ein moderner Pistolenstand angegliedert, der internationalen Massstäben Rechnung trägt. Für die Bauausführung dieses Traktes zeichnete Helmut Vitt als BauausschuSSVorsitzender verantwortlich.

Zum Fest des achtzigsten Gründungsjahres wurde 1988 ein Vogelhochstand eingeweiht, ein Novum im Rhein-Sieg-Kreis.

Hedi und Walter Klebsattel, unser Diözesankönigspaar

Beim 40. Bezirkskönigschiessen errang unser Schützenbruder Walter Klebsattel den 2. Platz. Damit hatte er sich für das Bundeskönigschiessen in Mettmann am 12. September 1992 qualifiziert. Mit 28 Ringen, dem zweitbesten Ergebnis beim Bundeskönigschiessen, wurde er als bester Schütze der Erzdiözese Köln als Diözesankönig mit seiner Frau Hedi gekrönt. Somit hatte Hubertus 08 in seiner langjährigen Geschichte nach 84 Jahren erstmals einen Vizebezirkskönig und einen Diözesankönig. Mit dieser Leistung hatte sich Walter Klebsattel auch für die Europameisterschaft qualifiziert, die alle zwei jähre ausgetragen wird.